Wettbewerb im Markt, Zusammenhalt bei gemeinsamen Interessen: Das 31. Treffen der AfW-Initiative „Pools für Makler“ hat unmittelbar vor der DKM in Dortmund erneut gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche ist. Vertreterinnen und Vertreter führender Maklerpools und -verbünde kamen auch in diesem Jahr in großer Zahl zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und die gemeinsame Interessenvertretung weiter zu stärken.
Das traditionelle Treffen auf Einladung des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e. V. steht seit vielen Jahren für eine besondere Form der Zusammenarbeit: Unternehmen, die im Tagesgeschäft miteinander konkurrieren, setzen sich gemeinsam für die Zukunft des unabhängigen Finanzdienstleistungsvertriebs ein.
Die AfW-Vorstände Franziska Geusen, Frank Rottenbacher und Norman Wirth informierten über aktuelle politische und regulatorische Entwicklungen aus Berlin und Brüssel. Schwerpunkte waren unter anderem die Reform der privaten Altersvorsorge, die europäische Kleinanlegerstrategie, die Finanzbildungsstrategie des Bundes sowie künstliche Intelligenz und digitale Identitäten im Finanzdienstleistungsvertrieb. Auch die vorgesehenen Regelungen des neuen § 34k GewO wurden vorgestellt.
Dabei blieb es nicht beim Informationsaustausch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer adressierten erneut konkrete Anliegen und Arbeitsaufträge an den AfW. Umgekehrt formulierten die Vorstände ihre Erwartungen an eine noch engere Zusammenarbeit und eine wirkungsvolle gemeinsame Interessenvertretung.
Vorgestellt wurden zudem aktuelle Arbeitsergebnisse des Verbandes, darunter die aktualisierte VSH-Checkliste, Arbeitshilfen zur Geldwäscheprävention und neue Handlungsempfehlungen zum Einsatz von KI und Chatbots. Die Pools und Verbünde sind dabei wichtige Multiplikatoren, um diese Angebote möglichst vielen Vermittlerinnen und Vermittlern zugänglich zu machen.
Auch das 34-jährige Jubiläum des AfW fand seinen Platz: Ein kurzer Rückblick erinnerte an die große Jubiläumsveranstaltung im Juni in Berlin. Vorgestellt wurde außerdem die daraus hervorgegangene Kampagne #DIE34ER – STATEMENTS, mit der Vermittlerinnen und Vermittler ein positives Bild ihres Berufs und ihrer täglichen Arbeit vermitteln.
Über allem stand jedoch eine klare Botschaft: Die Branche kann mehr erreichen, wenn sie Gemeinsamkeiten stärkt, statt Unterschiede in den Vordergrund zu stellen.
„Dass hier so viele Wettbewerber gemeinsam an einem Tisch sitzen, ist ein starkes Zeichen. Wir können in der Sache unterschiedliche Positionen haben, ohne gegeneinander zu arbeiten“, erklärt AfW-Vorstand Norman Wirth. „Genau diese Haltung prägt auch unseren Austausch mit Versicherungs- und Investmentgesellschaften, mit Verbraucherschützern und den demokratischen politischen Parteien. Wir suchen den offenen, durchaus auch kritischen Dialog. Als AfW wollen wir verbinden, nicht spalten. Denn nur gemeinsam können wir wirklich etwas erreichen.“
Die unmittelbar anschließende DKM, auf der die unterschiedlichsten Akteure der Finanzdienstleistungsbranche zusammenkommen, bietet den passenden Rahmen, diesen Gedanken weiterzutragen.
Der AfW bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen Austausch, das große Engagement und die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Foto: AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e. V.
